Über uns

Redaktion

Pascal

In Celle geboren lebe und arbeite ich heute in Hamburg und Zürich. Im richtigen Leben bin ich Althistoriker und schreibe an meiner Dissertation über Herodot, den Vater der Geschichtsschreibung. Das macht viel Spaß, hat aber einen Haken: Wer zu viel Forschungsliteratur liest, wird mit der Zeit unweigerlich rammdösig.

Die Beschäftigung mit Literatur, in der es nicht darum geht, seine Meinung mit Macht zu behaupten, sondern vielmehr um die Suche nach dem richtigen Ausdruck, ist deshalb der dringend benötigte Ausgleich. Mit Aufklappen habe ich mir einen lange gehegten Wunsch erfüllt. Denn erst im Gespräch wird Literatur lebendig.

 

Autoren

Britta

Nach meinem Studium in Kiel und Frankreich und ein paar Jahren Zwischenstopp in Süddeutschland bin ich heute in Hamburg ansässig.

Während ich als Kind ein Buch nach dem anderen verschlingen konnte, hat mir als junge Erwachsene die wissenschaftliche Lektüre derart den Spaß am Lesen verhagelt, dass es einige Jahre dauerte, bis ich dank Alan Bennett und seiner souveränen Leserin meine Freude an Literatur wiederentdeckte.

Als Psychologin treibt mich auch in der Literatur vor allem anderen die Frage um, wie das Leben gelingen kann – oder woran es scheitert. Mich interessiert, wie sich Persönlichkeiten verändern, womit sie hadern, wo sie verletzlich sind, und welche Ereignisse so prägend sind, dass die Welt danach eine andere sein muss. Ein gutes Buch kann beides sein – der Versuch, das Leben zu begreifen, es bewältigbar zu machen, und gleichzeitig so prägend, dass es selbst die Welt verändert.

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Clemens

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Geboren 1993 im Westerwald studierte ich Literaturwissenschaften und Theologie in Freiburg. Zu meinen Hausheilgen zählen neben den Weimarer Klassikern Bertolt Brecht, Theodor W. Adorno, Hannah Arendt und Michel Foucault. Vielleicht mag die Literatur für mich vor allem die reine Kontingenzbewältigung sein, vielleicht auch einfach ein unverschämt wundersames Vergnügen. 

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Florian

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Meine Schulzeit war nie leicht. Besonders im Sommer waren der Schulhof und mein Schulweg die größten Gefahren… Weil ich sehr früh lesen konnte, durfte ich wenigstens selbst entscheiden, ob ich meine Turnschuhe abgeben oder diffamierende Texte zu meiner Person laut vorlesen wollte. Meist entschied ich mich für die Texte, da ich mit zunehmender Häufung immer mehr Spaß an den dummen Rechtschreib- und Grammatikfehlern meiner Peiniger fand – ganz still und im Geheimen.

Heute, würde ich sagen, bin ich deswegen auch einer der coolen auf meinem Schulhof. Und lesen liebe ich immer noch so sehr wie früher. Außerdem schreibe ich gerne Gedichte, die niemand liest, und Briefe, die ich selten abschicke. Der Dichter Christoph Meckel ist meine größte literarische Passion. Daneben suche ich in der Gegenwartsliteratur nach neuen Leidenschaften, die ich hier gerne besprechen möchte.

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Gösta

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Ich befinde mich gerade im studentischen Strafvollzug: angefangen die Leidenschaft als Berufung zu sehen, kam ich nach Freiburg, um der Literatur näher zu sein. Das Problem ist nur: der akademische Alltag ––

Meine sanfte Wut: darin bin ich ständig auf der Suche nach dem Besonderen, Schönen. Darüber möchte ich sprechen – im besten Fall.

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Matthias

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Ich liebe das angeblich Unzeitgemäße. Als Kind verschneiter Schweizer Berge kommt man ja durchaus damit in Kontakt. Oder als Liebhaber französischer Autorenfilme aus den 90er Jahren. Oder mit Indogermanistik, Latein und Geschichte im Studienportfolio. Aber sind wir ehrlich: Volkslieder aus Litauen, Roboterliteratur aus Tocharistan, Prinzenportraits aus dem antiken Armenien – ein Spektrum von Literatur, das sich von Indien bis Island und über die letzten dreitausend Jahre erstreckt, dagegen lässt sich nichts einwenden. Mein Studium in Zürich und Berlin, das Vergnügen dreier Lesezirkel, meine Arbeit im Rhetorikforum, im Thomas-Mann-Archiv und im Zentrum Altertumswissenschaften Zürich bieten mir genau das.

An Literatur fasziniert mich das Unzeitgemäße und das Unangebrachte. Mich interessieren die Spuren eines in die Literatur sickernden postmodernen Relativismus, mich reizen die Brüche in den Untiefen mehrfachkodierter Lektüre, mich begeistern die Risse in psychologisierenden Anamnesen Analytischer Dramen. Fragmente des Unzeitgemäßen und des Unangebrachten vermögen es am leichtesten aufzuzeigen, woher Literatur kommt und wohin sie will. Am besten ist es, man redet über sie. Das will ich in diesem Blog.

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Matti

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Ich habe in Kiel und kurzweilig in Innsbruck Geschichte, Germanistik und Griechische Philologie studiert. Im Anschluss nahm ich die Arbeit an einer Dissertation im Fach Alte Geschichte auf und gab nebenbei Proseminare zur Antike. Momentan befinde ich mich im Referendariat für das Lehramt an Gymnasien.

Literarisch habe ich ein besonderes Interesse an der Umsetzung von Sinnkonflikten, Schelmenfiguren und Antihelden.  Dabei begrenze ich mich nicht ausdrücklich auf eine Epoche. Ich lese antike Werke genauso wie deutsche Klassiker und moderne Literatur, wobei selbstverständlich ein großes Augenmerk den Entwicklungen im zeitgenössischen Literaturbetrieb gilt.

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Veit

Ich studierte Geschichte und Anglistik in Kiel. Damit ich auf Cocktailpartys und Hochzeitsbuffets etwas zu erzählen habe, ging ich für zwei Jahre nach Paris und eins nach China. Mit dieser Ausbildung wurde ich Museumspädagoge im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Meine Führungen betrachte ich als gelungen, wenn mein Gegenüber etwas lernt, unterhalten und im besten Falle inspiriert wird.

Dasselbe Maß lege ich auch in meinen Rezensionen zugrunde (wobei mir bereits eine der drei Eigenschaften ausreicht). Als Historiker liebe ich vergangene Literaturepochen, als Rezensent wage ich mich an zeitgenössische Werke.