„Wir werden einfach nicht glücklicher“ – Svenja Flaßpöhler: Sensibel

Svenja Flaßpöhler ist umstritten. Immer wieder gerät sie mit ihren provokanten Äußerungen ins Kreuzfeuer. Dementsprechend vielstimmig fallen die Urteile zu ihrem aktuellen Sachbuch Sensibel aus, indem sie eine Reise durch die Jahrhunderte und verschiedene beteiligte Wissenschaften unternimmt, um das aktuell heiß umkämpfte Thema der gesellschaftlichen Empfindlichkeit zu ergründen. Kein Wunder – denn auch wenn sie sich vornimmt, „frei von Polemik“ zu argumentieren, so liefert sie doch genug Zündstoff, um diejenigen Leser in die Luft gehen zu lassen, die nur darauf warten. Doch wer den Filter beiseitelegen mag, könnte in diesem Buch einen höchst wertvollen Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte finden.

Die Welt als Wille und Vorahnung – Raphaela Edelbauer: DAVE

„Herzlich willkommen zur finalen Tat der Menschheit“ – DAVE lautet der Name einer künstlichen Intelligenz, einer schier „endlosen kognitiven Kraft“, die nach der Vorstellung ihrer Konstrukteure die Menschheit aus ihrem selbst verschuldeten Unheil erlösen wird. In ihrem zweiten Roman lädt   Raphaela Edelbauer zu einer Reise an die Grenzen des Vorstellbaren, weckt Erinnerungen an eine  noch zu erfindende Zukunft und fragt danach, was der Mensch im Besitz technischer Werkzeuge erschaffen kann und sollte.

Komm! Ins Offene, Freund! – Ingeborg Gleichauf: Hannah Arendt und Karl Jaspers

Wie häufig sind gelingende Gespräche? Gespräche, in denen wirklicher Austausch stattfindet, beide Beteiligten etwas gewinnen und nicht bloß Mauern aus längst schon feststehenden Standpunkten aufgetürmt werden? Ein Beispiel für ein lebenslang gelingendes Gespräch hat sich die Biographin und Sachbuchautorin Ingeborg Gleichauf vorgenommen. Ihr Buch weckt Sehnsucht nach echter Freundschaft.