Essays

8. Juli 2021

Braucht das Lesen einen Ort? – Literatur und Buchhandel im digitalen Raum

Die Literatur und das Lesen verändern sich im digitalen Zeitalter. Einen weiteren Schub haben diese Entwicklungen durch die Corona-Pandemie erfahren. Dank Online-Lesungen und Internethandel ist die Literatur zunehmend weniger auf reale Orte angewiesen. Was ändert sich dadurch? Eine Annäherung über die Literatur dieses Frühjahrs.


29. Januar 2021

Herr der Tagediebe – Zum ersten Todestag des Schriftstellers und Grafikers Christoph Meckel

Vor genau einem Jahr starb der Dichter und Grafiker Christoph Meckel in Freiburg. Seine Doppelbegabung war die Voraussetzung für eine Vielzahl von besonders schönen Kunstwerken. Der Versuch einer Würdigung.


24. Januar 2021

Schneeweiße Cola in Acapulco – Zur Sprache der Schizophrenen

Die Sprache der Schizophrenen entzieht sich der Beurteilung mit unseren hergebrachten Kategorien. Wer genau hinhört, kann in den auf den ersten Blick sinnlos erscheinenden Äußerungen nicht nur das Bedürfnis nach Verständigung und Zuwendung erkennen. Es entstehen mitunter auch Sprachschöpfungen von eigentümlicher Schönheit, die überraschen und berühren.


17. Januar 2021

Mein Lieblingswrestler war Undertaker – Wrestling und Literatur

Literatur und Wrestling sind verwandte Kunstform. Wie Scheherazade in ‚Tausendundeiner Nacht‘ befinden sich Wrestler nach dem Urteil des österreichischen Schriftstellers Clemens J. Setz in einer Endlosschleife zwischen Fiktion und Realität. Was der Undertaker, Hulk Hogan und Ric Flair darüber hinaus mit Rotkäppchen und dem Bösen Wolf, mit Andromache und den Gestalten des antiken Theaters und mit den Darstellungsformen von Literatur überhaupt zu tun haben.


29. Juli 2020

Die Möglichkeit einer Insel – Ist das „geistigste aller deutschen Seebäder“ bedroht?

Nicht erst seit Lutz Seilers fabelhaftem Roman ‚Kruso‘ ist Hiddensee ein literarischer Sehnsuchtsort. Etliche Schriftsteller, aber auch Maler, Schauspieler und andere Künstler fühlten sich von der Weltabgeschiedenheit, der Landschaft und dem Meer angezogen. Viele von ihnen haben der Insel ein Denkmal errichtet, haben ihre Schönheit besungen oder auf die Leinwand zu bannen versucht. Was ist es aber genau, was die Leute auf der Insel suchen? Und droht es wirklich zu verschwinden? 


2. Juni 2020

„Man kann doch Menschen nicht nur nach Geschlechtsteil unterscheiden“ – Marcel Reich-Ranicki und die Frauen

Marcel Reich-Ranicki ist ein toter weißer Mann. Zu Lebzeiten war er für viele Jahrzehnte eine der einflussreichsten Figuren im deutschen Literaturbetrieb. Wer danach fragt, warum Frauen und Männer noch immer nicht zu gleichen Teilen im literarischen Leben der Bundesrepublik repräsentiert werden – und diese Frage wird in unseren Tagen oft und laut gestellt –, landet schnell bei angeblich frauenfeindlichen Patriarchen. Geradezu als Archetyp wird dabei Marcel Reich-Ranicki gesehen. Unwissen und populäre YouTube-Videos tragen bis heute dazu bei, dass sich dieses üble Klischee hartnäckig hält. Eine Klarstellung.