Im Widerhall – Iris Hanika: Echos Kammern

Im Zentrum von Iris Hanikas ‚Echos Kammern‘ stehen Sophonisbe, Roxana und Josh, die durch Zufall zueinanderfinden. Mit dieser Konstellation entwirft die Autorin in ihrem jüngsten Roman die Geschichte von Echo und Narziss neu; sie überführt die ovid’sche Erzählung in einen modernen Kontext und erprobt dabei verschiedene Textformen. Vieles gelingt ihr so gut, dass der Roman insgesamt mehr ist als ein gelungenes Experiment.

Eine heillose Jagd über die Grabstätten Europas – Leonhard Hieronymi: In zwangloser Gesellschaft

Leonard Hieronymi schickt seinen Erzähler über die Friedhöfe Europas, immer auf der Suche nach Gräbern verstorbener Schriftsteller, um diese vor dem Vergessen zu bewahren. Die Reise führt ihn zu verschiedenen Protagonisten der europäischen Literaturgeschichte. Was wir von diesen erfahren ist nicht viel, die meisten Informationen gleichen Randnotizen. Die Suche ist vielmehr ein Spektakel, das der Selbstinszenierung dient. Muss man das lesen?