Interview: „Heimat ist kein Ort, aus dem man vertrieben werden kann“

Iris Wolffs Roman ‚Die Unschärfe der Welt‘ war einer der Erfolge des letzten Buchjahres. Während die Autorin den Marie Luise Kaschnitz-Preis verliehen bekam, war der Roman gleich für mehrere Preise nominiert. Auch die Kritik hat das Buch äußerst positiv aufgenommen. Mit Aufklappen hat die in Freiburg lebende Schriftstellerin über ihre Poetik, über Preise und die Grenzen der Sprache gesprochen.

Irgendwo dazwischen – Ivna Žic: Die Nachkommende

Gerade angekommen und dann irgendwie nicht. Ivna Žic erzählt die Geschichte einer Protagonistin, die sich ständig von einem Ort zum nächsten bewegt: von Novi-Zagreb nach Zürich, von Paris zu der Insel, auf der ihre Großmutter alleine wohnt. Auf ihrer ununterbrochenen Reise erfahren wir viel aus ihrem Leben, das dazwischen stattfindet. Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart sind dabei die Bezugspunkte für die Gedankenwelt der Nachkommenden. Durch diese aus Zeit- und Ortwechseln verwobene Reise gelingt es der Autorin, die Lebens- und Erinnerungswelten der Ich-Erzählerin dem Leser so zu eröffnen, dass das Gefühl entsteht, man sitze neben ihr.