Ein warmer Juliabend in Freiburg. Daniela Engist liest aus ihrem zweiten Roman Lichte Horizonte. Die Buchhandlung zum Wetzstein hat zur Veranstaltung eingeladen, Susanne Bader, Geschäftsführerin der Buchhandlung, und Pascal Mathéus stellen der Schriftstellerin zwischen den Leseblöcken ein paar schwierige Fragen.
Kategorie: Allgemein
Im Osten nicht Neues – Christoph Hein: Guldenberg
Eine gute Absicht schreibt noch kein gutes Buch. Warum Christoph Heins Roman Guldenberg über den alltäglichen Rassismus in der ostdeutschen Provinz weder inhaltlich noch sprachlich zu überzeugen vermag.
Autorität und Gespür – Interview mit Stefan Gmünder
Stefan Gmünder lebt seit vielen Jahren in Wien und arbeitet dort als Literaturkritiker. In diesem Jahr wurde er mit dem österreichischen Staatspreis für Literaturkritik ausgezeichnet. Der zeitgenössischen Literaturkritik fehle es vor allem an Vertrauen, findet Gmünder. Vertrauen von Redaktionen und Vertrauen in die Kraft der Literatur. Im Interview mit Aufklappen erzählt er, was Literatur und Fußball gemeinsam haben und von dem größten Lob, dass er je für seine Arbeit bekommen hat.
Bild der Frau – Jovana Reisinger: Spitzenreiterinnen
In ihrem zweiten Roman schickt die Autorin und Filmemacherin Jovana Reisinger ihre weiblichen Hauptfiguren durch ein Spiegelkabinett gesellschaftlicher Rollenzuschreibungen. Sie zeigt: Was es heißt, Frau zu sein, liegt zum Großteil noch immer im Auge des (männlich codierten) Betrachters.
Kritik der Kritik der Kritik – Gespräche zur Rettung der Literaturkritik
Stirbt die Literaturkritik? Gehören die gegenwärtigen Klagen über den Zustand der Kritik bloß zu jenen Nebengeräuschen, die der Betrieb immer produziert hat? Oder muss sich wirklich etwas ändern, damit die Literaturkritik bestehen kann? Brauchen wir sie eigentlich überhaupt? Dieses und mehr untersucht Aufklappen in diesem Sommer in einer Reihe von Interviews mit Literaturkritikerinnen und -kritikern.
Osterspaziergang – Jakob Nolte: Kurzes Buch über Tobias
Den Drang etwas Eigenes und Neues zu schaffen, den merkt man dem neuesten Roman von Jakob Nolte an. Der Autor experimentiert mit unterschiedlichen literarischen Formen, wehrt sich dabei gegen kanonische Bildung und treibt dabei seinen Text in einen Strudel milchiger Inhalte. Kurzes Buch über Tobias zeigt einen Ausschnitt aus dem noch jungen Leben seines Protagonisten Tobias, der mit Vielem zu kämpfen hat, und dessen Weg zu einem verqueren Bildungsroman führt.
Noch ein Autorenschicksal – Alem Grabovac: Das achte Kind
Autofiktion liegt im Trend und das Interesse an Büchern, deren Geschichte in erster Linie die ihrer Autoren abbilden, ist entsprechend hoch. Alem Grabovac legt mit ‚Das achte Kind‘ ein Buch vor, das Biografie, Weltgeschichtliches und die Suche nach der eigenen Identität im Spannungsfeld kultureller und sozialer Differenz behandelt. Ob die Schilderung eines weiteren Autorenschicksals die versprochene Leselust einwirbt und den auf dem Romanrücken aufgebrachten Lobeshymnen bekannter Literaturvertreter gerecht wird, kann man beim Weiterlesen erfahren.
Braucht das Lesen einen Ort? – Literatur und Buchhandel im digitalen Raum
Die Literatur und das Lesen verändern sich im digitalen Zeitalter. Einen weiteren Schub haben diese Entwicklungen durch die Corona-Pandemie erfahren. Dank Online-Lesungen und Internethandel ist die Literatur zunehmend weniger auf reale Orte angewiesen. Was ändert sich dadurch? Eine Annäherung über die Literatur dieses Frühjahrs.
Scheitern an der Grenzmauer aus Papier – Joachim Zelter: Die Verabschiebung
Joachim Zelters Roman ,Die Verabschiebung‘ erzählt im episodenhaften Schnelldurchlauf, die Geschichte mehrerer Jahre von Angst, Unsicherheit und Behördenwahnsinn. Eine eindrucksvolle Hommage an den ,Process‘ von Kafka, die eine bloße Neuerzählung bei weitem übertrifft und diese Rezensentin derartig betroffen zurücklässt, dass die Rezension keine Sekunde länger warten kann, als es dauert, das Buch beiseite zu legen.
Der Reise-Vertreter – Eckhart Nickel: Von unterwegs
Zur rechten Zeit das rechte Buch: Eckhart Nickels Reisereportagen und Beobachtungsskizzen liefern uns eine Weltfülle ins Home Office, die dringend benötigt wird. Nach dem Lesen dieser stilistisch perfekten Texte zieht es einen jedoch nicht sofort in den Flieger. Vielmehr wünscht man sich noch mehr Reiseliteratur dieser Qualität herbei.










